DER VORTRAGENDE
Wolfgang
Fengler, geb. 1971 in Landshut, wollte sich schon seit Jugendzeiten zwei
Träume verwirklichen: Eine Querung Afrikas von Kapstadt nach Kairo
und eine Reise mit der Transibirischen Eisenbahn von Moskau bis nach China.
Nach einer ersten selbst organisierten Ägypten-Reise mit 18 Jahren reifte der Entschluß, nach dem Abitur Afrika von Süden nach Norden - so wie es auch die Briten in Kolonialzeiten immer vorhatten - zu durchqueren. Im Juli 1990 startete dann die erste große Afrika-Reise: Es ging von Südafrika über Botswana nach Zimbabwe zu den Viktoriafällen und weiter über Sambia und Tansania zum Kilimanjaro. Der zweite Abschnitt verlief auf komplizierteren Wegen und führte über Kenia in das Bürgerkriegsland Somalia, das kurz vor der Machtübernahme der Rebellen stand. Auf dem Dach eines Zuges erreichte Wolfgang Fengler den Assuanstausee und damit Ägypten.
Der afrikanische Kontinent lies Wolfgang Fengler seitdem nicht mehr los. In einer Vielzahl von Aufenthalten, unter anderem als Student an der Universität in Dar es Salaam und als Wahlbeobachter, vertiefte er seine ersten Erfahrungen. Als Diplom-Politologe mit dem Schwerpunktbereich Afrika verfasste er eine Reihe wissenschaftlicher Aufsätze und veröffentlichte das Buch "Konfliktformationen und Zukunftsperspektiven der Tanzanischen Union" (erschienen im Institut für Afrika-Kunde). Im Augenblick arbeitet er an seiner Doktorarbeit an der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Ebenhausen.
Den zweiten Jugendtraum verwirklichte sich Wolfgang Fengler zusammen mit seiner heutigen Frau Petra als beide von München aus aufbrachen, um über 10.000 km mit dem Zug bis nach Hongkong zurückzulegen. Dazwischen lagen eine Reihe an Abenteuern und Erlebnissen: die fünftägige Fahrt mit der transibirischen Eisenbahn, traditionelles Leben in der menschenleeren Mongolei und Fahrradstaus in Peking.
Artikel: über die politische Situation in Tanzania